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Das Loch in meinem Herzen...

"Denn das Loch in meinem Herzen

sieht genauso aus wie du

und mit keinem andern Deckel

geht es je wieder zu"

Das ist der Refrain zu einem Lied dass ich gestern gehört habe. Das war ein wirklich schönes Lied, dass mich mal wieder hat nachdenken lassen über Menschen und ihre Beziehungen zueinander. Das jeder lebende, atmende Mensch diese Löcher in seinem Herzen hat steht außer Frage. Vielleicht gehört deshalb diese Redewendung zu einer die wie so oft wohl viel zu häufig verwendet wird. Die Frage ist nur, ob wir es wirklich jedes Mal merken, wenn jemand eines dieser Löcher in unser Herz reißt. Bei manchen Menschen von denen wir vielleicht gedacht haben sie könnten das merken wir am Ende, dass sie uns eigentlich eher gleichgültig waren. Dafür können andere Menschen, die wir nur kurz kennen uns mehr beeinflussen als wir vermutet hätten. Vor allem wenn jemand uns in extrem kurzer Zeit sehr ans Herz wächst akkn die Enttäuschung groß sein, wenn wir eine eventuelle Fehleinschätzung bemerken. Auch sie hinterlassen kleine Risse in unserem Herzen, die wir aber nur kurze Zeit spüren, die vielleicht zu winzigen Narben werden, von denen wir spter kaum etwas merken. Dann gibt es noch die richtigen Freunde, die wir im Leben immer wieder verlieren, sei es durch Streit oder einfach, weil unsere Leben sich unterschiedlich entwickeln. Diese Menschen sorgen für die Löcher in unseren Herzen. Wir finden meistens neue Freunde, die das vielleicht etwas stopfen, aber die eben nicht genau dieses Loch ausfüllen. Passende Deckel gibt es eben nicht und wenn wir an die verlorenen Freunde denken spüren wir dies deutlich. Ob wir nun traurig sind oder in guter Erinnerung schwelgen, wir spüren, dass etwas von dem Loch noch vorhanden ist und immer da sein wird.

Und dann gibt es einen oder manchmal auch mehrere Menschen, die hinterlassen nicht einfach eine Leere, sondern sprengen unser Herz in tausend kleine Teile. In diesem Moment ist es, als würde die Sonne untergehen. Permanent hat man das Gefühl durch ein unterirdisches Labyrinth zu laufen. Selbst wenn man in der Sonne sitzt bekommt mein eine Gänsehaut von der Kälte, die einen dort umgibt. Auch Zuneigung von Freunden und Familie nehmen wir nicht wahr und auch in Gesellschaft ist es, als wären wir völlig allein.

Aber wenn du besonders viel Glück hast, dann triffst du jemanden, der wie für dich geschickt ist, der anfängt, vielleicht unbeholfen, die teile wieder zusammen zu setzen, der jedes einzelne hütet wie einen Schatz. Er gibt dir die Hand und nach drei Schritten ist das Labyrinth plötzlich zuendeund du spürst wieder ein paar wärmende Sonnenstrahlen. Er nimmt dich in den Arm und du bist zuhause. Das klingt so furchtbar kitschig und dabei mag ich gar keinen Kitsch. Ich will nur sagen, dass so oft wir auch verletzt werden, es immer irgendwie weitergeht. Das hat man auch schon tausendmal gehört und gelesen, aber vielleicht hilft es ja, wenn man etwas auch noch tausend und ein Mal hört um sich selbst zu überreden daran zu glauben.

18.3.07 21:53
 


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